Diplomarbeit
Jens Kutilek
Kommunikationsdesign für die Performancekünstlerin Herma Auguste Wittstock am Beispiel ihrer Website
Gliederung
- Überlegungen zum Online-Marketing
- Kriterien für gute Websites
- Herma Augustes neue Website
Marketing: Warum eine Website?
- Weltweit verstreute Zielgruppe
- Google als Bibliotheksersatz
- »passives« Marketing durch Bereitstellen von Informationen
Marketing: Vorteile einer Website
- schnell, weltweit, kostengünstig
- ständig aktualisierbar, veraltet nicht
- multimedial: ersetzt DVD, Katalog
- Kontaktaufnahme: asynchrone Kommunikation
Online-Marketing: Missverständnisse
Übertragung von Prinzipien aus Print, TV, . . . auf das Web
- Fernsehspots → Animierte Intros
- Print-Anzeigen → Banner- und Pop-Up-Werbung
Online-Marketing: Animierte Intros
Vorgeblicher Nutzen:
- Aufmerksamkeit erregen
- Besucher auf Site einstimmen
Realität:
- Aufmerksamkeit ist schon da
- Benutzer überspringen Intros
Online-Marketing: Banner und Pop-Ups
- Bannerblindheit
- 69 % benutzen Werbeblocker
- Banner-Rotation
- Negative Meinung schlägt auf Werbenden und Site durch
- Besser: Deutlich als Werbung erkennbare Textlinks
Gute Seiten, Schlechte Seiten
Zwei Arten von Websites:
Grund: Unterschiedliche Gewichtung des Webs als Kommunikationsmedium
»Style«-Websites
- Splash-Screens, Flash-Intros
- Nicht/schlecht in Suchmaschinen auffindbar
- Web als Zusatzkanal der anderen Medien, Inhalte nicht medienspezifisch
Beispiel: Agentur Spezial
Video
»Information«-Websites
- Zielgerichtetes Lesen: »Zeh ins Wasser tauchen«
- Gut in Suchmaschinen auffindbar
- Web als eigenständiges Medium mit angepaßten, zugänglichen Inhalten
Beispiel: UseIt

Kriterien für eine (technisch) gute Website
- Medienspezifität
- Zugänglichkeit
- Suchmaschinenfreundlichkeit
- URL-Design
- Standardkonformität
- Trennung von Struktur und Design
- Skalierbarkeit
Medienspezifität
- Inhalte und Gestaltung speziell für Web
- Websites sind kein Papier
- Beeinflussung der Darstellung durch den Leser
- Lesen am Bildschirm: Scrollen, Scannen
- Beispiel: Sean Kelly Gallery
Zugänglichkeit
- Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (BITV)
- Nicht nur für Behinderte
- Alternative Darstellungen »kritischer« Inhalte/Techniken für unterschiedliche technische Ausstattung des Lesers
Suchmaschinenfreundlichkeit
- Gefunden werden ist Voraussetzung für Umsatz, Bekanntheit, . . .
- Suchmaschinen können nur den Textanteil lesen
- Aussagekräftiger, knapper Text auf Startseite
- Simulation der Suchmaschinensicht durch Textbrowser »Lynx« oder einen »Lynx-Viewer«
Agentur Spezial: Suchmaschinenansicht

UseIt: Suchmaschinenansicht

URL-Design
- Adreßzeile gibt Hinweis, wo sich der Leser befindet
- Nachteile von Frames
- Sprechende URLs
URL: Uniform Resource Locator
Beispiel: URL-Design
Schlecht:
http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/
074758110X/qid=1121807476/sr=2-1/
ref=sr_2_11_1/302-6319192-7302406
Besser:
http://www.amazon.co.uk/books/english/children/
harry-potter-and-the-half-blood-prince
Standardkonformität
- HTML-Standards des World Wide Web Consortiums (W3C)
- Document Type Declaration
- die wenigsten Webdesigner halten sich daran
- Zukunftssicherheit
- Überprüfung durch den HTML-Validator des W3C
- unterschiedlich schwere Fehler
Trennung von Struktur und Design
- HTML legt die Struktur des Dokuments fest
- CSS legt das Aussehen des Dokuments fest
- Unterschiedliches CSS für verschiedene Ausgabemedien
- Extrembeispiel: www.csszengarden.com
- CSS ist nur Vorschlag, kein Befehl
CSS Zen Garden: Ansicht verschiedener Designs

Weblogs/Blogs
- Veröffentlichen jederzeit, von überall
- Automatische Präsentation
- 8 Millionen US-Bürger bloggen, 32 Mio lesen Blogs
- Online-Tagebücher, Privatsphäre
- Kommunikationsmittel für Firmen
- Politische Plattform
- Gegenjournalismus
- Problem: Finden und Bewerten der Informationen
Herma Augustes neue Website
Vielen Dank
meinen Prüfern Ulrike Stoltz, Thomas Kapielski und Bernd Meier
Herma Auguste
und allen anderen, die mich unterstützt und ermutigt haben